หันหน้าไปยังดวงอาทิตย์และเงาจะตกหลังคุณ-

Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich

Mittwoch, 26. Juni 2013

26. Juni 2013- Die Ankunft in Bangkok

Wir sind vor ca. 6 Stunden (in thailändischer Zeit) in Bangkok gelandet. Es war ein relativ guter Flug, bis auf die Dauer und die einsetzende Müdigkeit.
Meine Angst und meine Nervosität hat sich gebessert, obwohl ich bis jetzt noch nicht realisiert habe, dass der Abschied gestern und vorgestern von langer Dauer sein wird.
Wir fuhren vom Flughafen bis zum Hotel ungefähr eine Stunde lang, doch diese Stunde hat mir gereicht um schon die ersten Eindrücke zu sammeln.

Es ist alles etwas chaotisch, ohne hektisch zu wirken. Es ist etwas ungeordnet, ohne verschmutzt zu wirken. Es ist einfach ohne arm zu wirken.




Das Klima ist noch etwas ungewohnt, denn als wir aus dem (so wie alles andere auch) klimatisierten Flughafen traten, traf uns eine Welle von stehender, feuchter und warmer Luft, welche aber erträglicher ist, als die pure sengende Sonne.



Unser Hotel ist einfach nur der Hammer. Ich habe manchmal das Gefühl ich träume und dass ich jederzeit aufwache und merke, dass das Alles nicht real ist. Das der Abschied von euch nie stattgefunden hat, dass ich nie im Flugzeug saß und dass ich morgen wieder meinen ganz normalen Alltag durchlaufe.



















Sonntag, 23. Juni 2013

Warum nicht?

Ich wurde die letzten Tage häufig gefragt: "Warum Thailand?".
Meine Antwort: "Warum nicht?".

Nun ja. Thailand war nicht meine erste Wahl.
Zuerst waren es (natürlich) die englischsprachigen Länder wie die USA oder Kanada. Danach dachte ich mir, warum nicht auch etwas exotischeres? Also wählte ich noch Brasilien und Thailand dazu, da ich vorher etwas darüber in Heften von Austauschorganisationen gelesen habe und nur positiv darüber berichtet wurde.
Ich wusste von vorneherein, dass die Chancen für die englischsprachigen Länder eher gering sind, da sich die meisten Bewerber um einen Platz in diesen Ländern bemühen und sie somit gefragt sind, aber damit gerechnet, dass es am Ende Thailand ist, hätte ich nicht.
Nach meinem Auswahlgespräch habe ich mich sogar um entschieden für die Türkei als Erstwahl, da mir die 2 Wochen mit meiner Jugendreise in Istanbul sehr gefallen haben und es ein gutes Stipendium dafür gab. Außerdem standen die Chancen einen Platz zu bekommen auch sehr gut. 2 Tage nach dem ich mein Motivationsschreiben für die Türkei abgesendet habe, bekam ich  meine Zusage für Thailand.

Man kann nicht sagen, dass ich mir Thailand gewünscht habe, aber im Endeffekt bin ich sehr froh darüber, dass es genau dieses Land ist. Ich schätze mein Austauschjahr wird eine geiler Kulturaustausch.

An dieser Stelle möchte ich euch allen, die mein Leben um einiges bereichert haben, danke sagen. Ich danke euch für die Zeit, hier in Weimar. Wenn ich wieder komme habe ich mich und ihr euch verändert, aber das macht es interessant, euch wieder zu treffen und sich auszutauschen.
Danke!
Eure Valeria. ♥


Dienstag, 18. Juni 2013

Was mir keiner nehmen kann

Wie fühlt man sich vor so einer großen Reise?
Seltsam. Unschlüssig.
Einerseits habe ich bis heute nicht realisiert, dass es in einer Woche schon losgeht. Dass ich meinen Alltag hier vergessen kann.
Andererseits bin ich trotzdem schon aufgeregt und habe vor so vielen neuen, unbekannten Situationen Angst.
Und zu guter Letzt habe ich wahnsinnige Angst vor dem Abschied und dem wieder "Hier sein".

Mir ist bewusst, dass ich hier in Weimar so vieles verpassen werde. Neu entstehende Freundschaften, die kleinen und großen Erfolge meiner Liebsten und so weiter. Dies kann ich natürlich nicht nach holen. Mir ist aber auch bewusst, dass mir die Erfahrungen, die ich dort sammeln werde keiner geben und keiner nehmen kann. Wenn ich es nicht tun würde, müsste ich wahrscheinlich ein Leben lang diese Entscheidung bereuen.

Mich interessiert unheimlich, wie weit ich mich verändere und welche Grenzen ich überschreiten werde und an welchen ich scheitern werde. Mich interessiert, wie sich die Leute und die Umgebung hier verändern werden und wie danach meine Aufnahme der Dingen ist.

Montag, 3. Juni 2013

"Mai pen rai"

Was weiß ich bereits über Thailand?Zu wenig!
Das meiste konnte ich aus Erfahrungsberichten der VBT entnehmen, das waren jedoch viele persönliche Eindrücke, demnach kommt es zu 99,9% vor, dass ich mich auch irren kann.

Nun gut. Fangen wir an: die thailändische Bevölkerung  hegt großen Wert auf Höflichkeit und Respekt. Man benutzt zum Beispiel nie das Wort "nein" als Antwort, sondern antwortet auf Umwegen. Das heißt man lässt sich Ausreden einfallen. Ein Beispiel dazu: "Möchtest du mit mir ein Eis essen gehen?"-"Ich kann leider nicht, ich habe mir den Magen verdorben.". Im thailändischen bedankt und entschuldigt man sich auch viel öfter. Ein oft gehörter Satz ist: "Mai pen Rai", also "Das macht doch nichts". 
Außerdem ist es wichtig, ein kühles Herz zu bewahren: statt sich über einen Konflikt zu ärgern, lächelt man stattdessen. 
Es gibt auch unzählige regeln die das essen und sitzen in Gesellschaft betreffen. In der Öffentlichkeit ist es auch nicht üblich, dass körperlicher Kontakt zwischen Mann und Frau herrscht (auch in einer ehe), üblicher ist dagegen Kontakt zwischen Freundinnen oder Freunden. Generell ist der Kontakt von gleichaltrigen sehr locker. Jedoch älteren Personen zeigt man viel Respekt und sollte unbedingt kritische Meinungsäußerungen vermeiden!
Thais lieben ihren König und leben in einer Monarchie, jedoch gibt es auch ein Parlament. Für eine gewollte Beleidigung gegen den König, kann es durchaus zu Gefängnisstrafen kommen.
Das essen dort wird gerne scharf gegessen und ich denke, dass wir kaum mithalten könnte, wenn es darum ginge! Wenn in Gesellschaft gegessen wird, ist es üblicher sich immer wieder kleine Portionen nachzulegen, da es als unhöflich gilt,nicht auf zu essen (ohoh ;o). 
In Thailand wird sich nicht freizügig gekleidet. Kurze Sachen: ja, aber wie kurz hängt von der Familie und deren Einstellung ab. Allgemein trägt man nur Sachen, die Schultern und Dekolleté bedecken, denn z.b. Trägertops wären ungefähr dasselbe, wie nur im BH rumzulaufen.

Das waren ein paar gesellschaftliche Eindrücke, und ich denke, man kam unglaublich viel von den Thais in Sachen Höflichkeit, Respekt, Anstand und Gelassenheit lernen! Außerdem denke ich, das Thailand sehr komplex zu erfassen ist, in seiner Moral und Tradition und ich denke man könnte viele Fehler machen, die mich als deutsche Gastschülerin schlecht hinstellen.
Aber ich freue mich auch schon, mal andere Werte kennenlernen zu dürfen.(;