หันหน้าไปยังดวงอาทิตย์และเงาจะตกหลังคุณ-

Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich

Samstag, 10. August 2013

Gemüts-Update

Ohje, ihr müsstet gerade mal den Regen hier miterleben!
Aber ich bin froh, in der Regenzeit angekommen zu sein. Es regnet eigentlich fast jeden Tag, aber meist nur eine Stunde lang und ehe man sich versieht, ist alles schon wieder getrocknet. Die Regensaison dauert hier von Juli bis Oktober an.
Die nächste Saison, die kommt, ist die "kälteste" Saison. Sie ist von November bis März, soweit ich weiß und ist trocken aber kühl bis 30°. Das Attribut "Kühl" sollte für die Zeit zwischen November und März nicht wörtlich genommen werden. Es bedeutet schlicht: Nicht so granatenheiß. Wobei dies eher für den südlichen Teil gilt. Im Norden bei den Bergen, wo ich mich befinde kann es auch mal kühler werden, heißt am Morgen und am Abend unter 20°. Aber mehr als eine Strickjacke oder ein Sweatshirt braucht man nicht.
Zum Glück werde ich die heißeste Saison nicht voll miterleben, die von März bis zur Regensaison im Juli andauert. Da ist es sehr heiß mit Temperaturen bis teilweise über 40 °.
Genug zum Wetter. Ich wollte euch eigentlich berichten, wie es mir hier bis jetzt geht!
Gerade jetzt geht es hier eher sehr unspektakulär zu. Könnt ihr euch noch an den Ausflug Nr. 3 erinnern? Das war der Ausflug nach Chian Mai mit der gesamten Lehrerschaft. Den habe ich abgesagt. Anfangs wurde gesagt, ich müsse nur einen sehr geringen Teil mit bezahlen, da ich kein Lehr
er bin doch dann wurde mir letzte Woche gesagt, ich müsse doch den vollen Preis bezahlen. Natürlich ist das trotzdem keine Große Sache mit dem Geld, darum ging es mir eigentlich auch gar nicht.
Es ist nur, die 1. Zeit war sehr viel los für mich. Erst mal die ersten Wochen in der Schule, die sehr aufregend waren und dann auch die Klassenfahrt zusammen mit meiner Gastschwester, der Wochenend-Ausflug mit meiner Gastfamilie. Auch generell mit der Situation klar zu kommen: Dem Essen, die Sprache und alles andere was mit meinem Alltag hier zu tun hat. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass ich etwas überfordert war und das jeder irgendwas von mir wollte. Zum Glück kam dann die Prüfungswoche, die 2 Tage zwischendurch hatte, die frei waren, damit die Schüler lernen konnten. Und an den Tagen, an denen Prüfungen geschrieben wurden, habe den Tag im ASF/YFU-Office der Schule verbracht und konnte einfach rumgammeln.
Und auch jetzt die Tage sind seit Donnerstag bis Montag frei und ich kann einfach nur mal abschalten. Ich hätte bestimmt eine gute Zeit in Chian Mai gehabt, aber ich hab auch hier eine sehr gute Zeit zusammen mit meiner Gastfamilie. Und ich merke, dass ich mich nach diesen 2 sehr ruhigen Wochen viel besser fühle. Vor allem auch motivierter etwas zu tun.

Um auf meine Situation zurückzukommen:
Ich fühle mich seit den 2 Wochen nun richtig gut hier. Ich habe mich davor nie unwohl gefühlt, geschweige denn schlecht, aber ich war doch sehr verwirrt. Ich hatte ständig Stimmungsschwankungen zwischen: "Nicht schlecht" und "Was mache ich eigentlich hier...10 Monate?"
Aber nun fühle ich mich eigentlich sehr wohl. Ich bin froh, dass es Thailand ist und ich kann langsam sagen, dass meine negativen Befürchtungen grundlos sind/waren. Ich habe meine Gastfamilie sehr lieb gewonnen, besonders meine beiden Gastschwestern. Ich fühle mich nun richtig angekommen.
Auch mit der Sprache kann ich sagen, dass ich Fortschritte mache. Ich verstehe einen Großteil der Fragen, die mir gestellt werden (Wo gehst du hin, was machst du, hast du Hunger, was hast du gegessen, und und und) und kann selbst knapp drauf antworten oder etwas fragen. Das ist zwar noch nicht viel, aber auf das bisschen bin ich stolz, da ich vorher dachte:"Oh Gott, Thai....".
Außerdem habe ich nach dieser Auszeit Motivation gefunden, das Lernen von dem Thai-Alphabet wieder aufzunehmen (ich hatte es aufgegeben, da ich zu frustriert war, es nicht hinzubekommen) und kann nun wenige Kombinationen lesen und schreiben (Mehr dazu, später...).
Ich habe trotzdem noch im Hinterkopf, dass meine Heimat in Deutschland ist und ich alle meine Freunde und meine Liebsten dort zurückgelassen habe, aber ich weiß auch, dass ich sie schließlich wiedersehen werde und ich meine Zeit hier nicht bereue.
Nun bin ich zwar erst 1 Monat und 16 Tage hier, aber andererseits auch schon! Ich denke, dass nach ein paar weiteren Wochen hier die Zeit fliegen wird und ehe ich mich versehe bin ich dann wieder da und muss eine genauso schmerzliche Trennung durchmachen.

Ich hoffe, dass ich keinen Höhenflug oder sowas habe, denn langsam wird dass hier zu meinem zu Hause.

Eure Valeria/Ma-Miew ♥
P.S.: Die Bilder sind von unserem Familien-Ausflug nach Chiang Khan vor 2 Wochen. Dort gibt es eine lange "Shoppingstreet", in der man sich Fahrräder ausborgen kann.

Donnerstag, 8. August 2013

Ausflug Nr.2- Die schönsten Landschaften & Ich

Ohje, ich hab schon so lange nichts mehr berichtet und eigentlich gibt es viel, worüber ich schreiben könnte, aber andererseits ist auch nicht so viel passiert!

Zu allererst könnte ich ja mit unserem Familienausflug anfangen.
Vor ein paar Wochen (ich glaube 2 oder?) habe ich meinen Gastvater Pa-Moo (gesp. Poah-Moh) zum allerersten Mal angetroffen. Wir haben ihn in Udonthani vom Flughafen abgeholt, welches in einer anderen Provinz, ca. 2 Stunden von Loei entfernt ist. Also nur meine ältere Gastschwester Au (gespr. Ooh) und meine Tante Na-Noi, da meine jüngere Gastschwester Im (gespr. Iihm) und meine Gastmutter Mae-Dtiu (ich hab keine Ahnung, wie man es mit unseren Buchstaben richtig schreibt) in Bangkok waren für ein YFU-Treffen für zukünftige Austauschschüler.
Ich war ziemlich aufgeregt ihn zu treffen, da ich nichts falsch machen wollte und da ich ihn nur alle 3 Monate sehe, wollte ich einen guten 1. Eindruck machen. Er arbeitet in Malaysia für eine große Firma.
Als ich ihn dann endlich beim Meetingpoint mit den anderen beiden antraf, nahm er auch mich in den Arm und begrüßte mich. Ich hab ihn gleich sehr symphathisch gefunden. Wir beschlossen dann zusammen essen zu gehen, da wir Na-Noi, Au und ich shoppen wollten. Nach dem er mich dann beim essen gründlich bemustert hat, war das Erste was er dann schließlich sagte: "Irgendwie sahst du fetter auf deinen Facebook-Bildern aus." Und später drückte er mir seine Visitenkarte in die Hand: Assistant Vice President. Ich nahm es mit Humor.
Am nächsten Tag wollten wir dann zu einem Nationalpark (Ich hab den Namen vergessen haha) fahren (ca. 4-5 Stunden Fahrt) und danach in Chaiyaphum, welches ca. 1 Stunde entfernt davon lag, um dort zu zelten.
In dem Nationalpark "wanderten" wir durch die schwüle Hitze und es war echt traumhaft schön! Zuerst konnten wir von dem Kliff auf eine weite und sehr grüne Landschaft blicken und danach durch den tropischen Wald um schließlich zu den berühmten Wiesen mit den pinken Blumen zu gelangen (Sehr ausführliche Beschreibung).
Auf dem Rückweg zu unserem Auto ging es auschließlich bergauf, sodass ich danach einfach nur durch und durch nass war, aber in gewisser Weise war es ein ganz gutes Workout.
In Chaiyaphum angekommen, bauten wir dann auch unsere Zelte auf und konnten endlich duschen gehen.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich kein großer Fan von zelten bin, jedenfalls nicht hier. Ich bin zwar relativ schnell eingeschlafen, aber hatte einen ziemlich realistischen Traum von flatternden Insekten in unserem Zelt, sodass ich gegen 3 Uhr morgens aufgewacht bin. Ich musste echt mal dringend die Toilette benutzen, aber ich hatte Angst alleine raus zugehen, da draußen unendlich viele Tiergeräusche zu hören waren. Also lag ich bis 5 Uhr wach und versuchte den Drang zu ignorieren. Halb 6 wurden die anderen ohnehin wach, da meine Gasteltern beschlossen, eine Tour mit uns zu machen rauf mit den anderen Campern auf den Hügel/Berg um die nebligen Landschaften und wieder diese pinken Blumen zu sehen.
Es war wirklich wunderschön, aber ich kann es eigentlich nicht leiden, wenn auf Natur eine Touristenattraktion gemacht wird. Die Leute hetzen durch die Natur ohne zu genießen, nur um Bilder zu machen und zu zeigen ich war hier. Es ist nicht das selbe, wie wenn ich in den Wald gehe und einfach die Ruhe und Harmonie genieße und alles ganz bewusst wahrnehme. Trotzdem bin ich dankbar für den Ausflug, da ich einfach nur sehr fasziniert bin von den Landschaften in Thailand. Selbst wenn wir nur Auto fahren, dann sehe ich draußen diese schönen, grünen Berge zu sehen. Oder die Reisfelder. Es ist alles ganz grün und so unberührt. Hier passen sie die Menschen an die Natur an und nicht umgekehrt.

Nun gut, dass war es erstmal zu dem 2. Ausflug von mir und meiner Familie, desweiteren werde ich mal schreiben, wie es mir inzwischen geht und was ich gerne mache/wie mein Alltag aussieht.
Bis dahin,
Eure Valeria/Ma-Miew ♥