หันหน้าไปยังดวงอาทิตย์และเงาจะตกหลังคุณ-

Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich

Montag, 3. März 2014

Das Veluwan-Bootcamp: Wer, wie, wo, wann?

Gut, eigentlich lautet der korrekte Name "Veluwan Meditation Centre Konkhaen", doch für mich war es einem Bootcamp gleich.
Da meine Organisation mir nicht erlaubt hatte, hier einen deutschen Mönch für ein paar Tage im Tempel zu besuchen, fragte ich meine Lehrerin, ob ich sie zu dem Meditations-Center begleiten dürfe.
Uff, ehrlich gesagt, schwirren so viele Gedanken umher, dass ich nur einen groben Teil davon hier festgehalten werden kann, doch sollte ich versuchen es jetzt zu schreiben, bevor meine Eindrücke verblassen.
Am Freitag ging es ziemlich früh Richtung Konkhaen ("Kongänn" ausgesprochen), damit meine ich meine Area Rep./Lehrerin, ihre Familie (Ehemann, Schwester und Sohn) und mich. In der Nähe der Stadt, liegt ein Tempel, der gleichzeitig auch die Funktion eines Meditations-Centers auf dem Gelände beherbergt.




Das gesamte Programm ist komplett kostenfrei, dafür bekommt man einen Gemeinschaftsraum, in dem man schläft, sanitäre Anlagen, Kleidung und Speisen.
Der Tagesablauf ist sehr streng geregelt:
Morgens:4.00  - 6.30   Uhr  erste Session (1 Stunde beten;durch Mönch angeleitetes meditieren)
                6.30  - 8.00   Uhr  Freizeit ( Frühstück; Lebensmittel-Spenden an Mönche überreichen)
                8.00  - 10.30 Uhr  zweite Session (wieder eine Stunde beten, diesmal selbständiges meditieren)
Mittags: 10.30- 13.00 Uhr  Freizeit (Mittagessen; Ruhezeit)
                13.00- 16.00 Uhr  dritte session
                16.00- 17.00 Uhr  Freizeit
Abends:  17.00- 18.00 Uhr  Gebetszeit
                19.00- 21.00 Uhr  vierte Session
                21.00- 4.00   Uhr  Nachtruhe

Insgesamt waren es 6-7 Stunden Meditation und etwa 4-5 Stunden Gebet am Tag und auch sonst alles sehr streng, da wir Frauen an einem heiligen Ort sind/waren. Die Meditation bestand aus 2 Teilen, einmal meditativem Laufen und zum anderen dem Meditieren im Sitzen (ich veröffentliche dazu einen 2. Post). Gekleidet waren wir ganz in weiß, alles gut verdeckt und höflich. Es gibt keine direkte Übersetzung für diese Art von Tätigkeit oder Berufung, aber in der thailändischen Sprache nennt man es "Batti-Battamm", also die Menschen (oder nur Frauen? Wobei auch Männer da waren), die sich Meditation und Religion zur Aufgabe machen (vielleicht auch nur für einen bestimmten Zeitabschnitt). Also kann ich mich für die 4 Tage als "Batti-Battamm" bezeichnen, was jedoch nicht mit weiblichen Mönchen verwechselt werden sollte. In dieser Rolle sollte alles sehr ruhig, still und zurückhaltend tun. Es gibt soweit ich weiß, für diese Lebensweise einige Regeln, die auch wir befolgen mussten:
  • Kein Körperkontakt mit männlichen Personen (wenn meine Lehrerin z.B. ihrem Sohn etwas überreichen wollte, legte sie dies auf den Boden, damit er es an sich nehmen konnte, ohne direkten Kontakt miteinander)
  • Es ist nicht gestattet auf Matratzen zu schlafen ( 3 Nächte auf einer dünnen Matte)
  • Keine Mahlzeiten am Abend (es wurden Frühstück und Mittagessen serviert, wobei ich mich auf eine Mahlzeit am Tag beschränkt habe. Erlaubt waren heiße Getränke, wie Kaffee, Kakao usw. zu jederzeit)
  • Keine Musik/Radio/Fernsehen o.ä. (ich habe mich aufs lesen beschränkt)
  • Keine Drogen/Rauschmittel
Es war manchmal wirklich nicht einfach, zu mal ich denke, dass ich ständig von meiner Lehrerin und ihrer Schwester beurteilt und angemeckert wurde für jeden Mist, aber da ich eben jünger und vor allem ihrer Schülerin bin, konnte ich da auch nichts erwidern. Da wäre zum Beispiel die Situation, in der wir zum Lebensmittel-Laden liefen und sie mich darauf hinwiesen, nicht mit meinen Armen zu schlenkern, sondern sie dicht am Körper zu halten. Auch am nächsten Tag die selbe Situation mit der gleichen Begründung "Because you are dressed in white" ( und wiedermal keine direkte Erklärung, bis ich dann selbst nachforsche), jedoch konnte ich alle normal laufen sehen und selbst meine Lehrerin mehrmals dabei beobachten, wie sie ganz über ihre Haltung vergaß. Eine andere Situation, in der ich aus versehen die Tür nicht in nano-Lautstärke geschlossen habe. Daraufhin folgte wiedermal eine in nette Worte gepackte,indirekte Aussage, was ich denn eigentlich drauf habe.
Gut, genug davon. Das war es eigentlich zu dem organisatorischem, in einem weiteren Post möchte ich mehr auf das Meditieren eingehen und meine Verbindung zu der Religion.
Ein gutes hatte es ja, so früh aufstehen zu müssen. ;)





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